Dr. med. Oskar Oehling

Facharzt für Innere Medizin & Lymphologie

Neu in unserer ambulanten OP-Praxis! Magenverkleinerung ohne OP – der „Endoskopische Schlauchmagen“

Mithilfe eines neuartigen minimalinvasiven Verfahrens kann der Magen während einer Magenspiegelung verkleinert werden. Dr. Oehling gehört zu den wenigen Spezialisten in Deutschland, die diese Behandlung anbietet. Die neue schonende Methode bietet die Chance zu einer dauerhaften Gewichtsreduktion für krankhaft übergewichtige Patienten, die keine Operation wünschen oder für die chirurgische Eingriffe ein erhöhtes gesundheitliches Risiko darstellen.

Über die Hälfte der Erwachsenen in Deutschland ist übergewichtig, fast ein Viertel leidet sogar an Adipositas, d.h. an starkem bzw. krankhaftem Übergewicht (Robert Koch Institut 2014), und es werden immer mehr. Damit steigt auch das Risiko von Folge- bzw. Begleiterkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck, Herzinfarkt, Krebs, Schlaganfall oder Gelenkverschleiß. Oft gelingt es Übergewichtigen nicht selbständig, dauerhaft abzunehmen, auch dann nicht, wenn sie die ernsten folgen ihrer Fettleibigkeit erkannt haben. Dann bedarf es einer medizinisch begleiteten Therapie, zunächst konservativ, d.h. durch konsequente strukturierte ärztlich begleitete Ernährungsumstellung, Bewegung bzw. Sport und Verhaltenstherapie. Führt das nicht zum Erfolg oder ist das Übergewicht zu hoch, ist oftmals eine Operation die letzte Chance, den Betroffenen dauerhaft zu helfen. Im Adipositaszentrum am Standort Klosterlechfeld werden jährlich etwa 200 chirurgische Eingriffe zur Gewichtsreduktion vorgenommen, davon – neben dem Magenbypass – häufig die sogenannte Schlauchmagen-OP. Dabei wird ein Großteil des Magens chirurgisch entfernt, so dass nur noch ein schlauchförmiger Restmagen übrigbleibt. Ziel ist, dass sich schneller ein Sättigungsgefühl einstellt, was zu einer verminderten Nahrungsaufnahme und dadurch zur Gewichtsabnahme führt.

Eine Magenverkleinerung kann hier seit neuestem auch ohne Bauchschnitt durchgeführt werden. Bei dieser neuen Methode "Endoskopischer Schlauchmagen" wird das Volumen des Magens während einer Magenspiegelung verkleinert. Dabei wird ein Teil des Magens von innen mit Hilfe eines speziell präparierten Endoskops, also einem flexiblen Schlauchinstrument, welches sonst auch für normale Magenspiegelungen eingesetzt wird, abgenäht, sodass das Magenvolumen bis zu 80% reduziert werden kann. Im Gegensatz zur operativen Magenverkleinerung werden hierbei keine Teile des Organs entfernt.

Das Verfahren ist besonders schonend für die Patienten, da keine Schnitte erfolgen. Schmerzen und das Auftreten von Komplikationen sind dadurch deutlich geringer. Der Eingriff findet unter Vollnarkose statt und dauert in der Regel nicht länger als ein bis zwei Stunden. Bereits am selben Tag können die Patienten die OP-Praxis wieder verlassen.

Das Resultat kann sich sehen lassen. Durchschnittlich verlieren die Patienten mit diesem Verfahren ca. 20 bis 30 Prozent von Ihrem Gesamtgewicht.
Die endoskopische Schlauchmagen-Behandlung eignet sich besonders für Betroffene mit einem BMI von 30-45 oder auch für jene Patienten, bei denen das OP-Risiko zu hoch wäre oder bzw. die keine bauchchirurgischen Eingriffe wünschen.

Die Nahttechnik mittels des speziell präparierten Endoskops, welches neben der üblichen Kamera über ein zusätzlich installiertes Nahtinstrument verfügt, kommt nicht nur beim endoskopischen Schlauchmagen zum Einsatz. Patienten, die nach einer Magenbypass-Operation aufgrund einer Weitung des Bypasses am sogenannten Dumping-Syndrom, der Sturzentleerung von Nahrung leiden, kann durch die neuartige endoskopische Nahtmethode zu einer besseren Lebensqualität verholfen werden.

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